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Die ursprüngliche
Kapelle von San Blas befand sich im antiken Inkastadtviertel
'T'oqokachi'. Später entwickelte sie sich zu einer der
ersten Pfarrkirchen Cuscos. Ihre Architektur mit einem Grundriß
in Form eines lateinischen Kreuzes und einer einfachen
Fassade mit einem niedrigen Glockenturm bewahrt in ihrem Inneren
eine reiche Gemäldesammlung. Besonders interessant ist
die Serie eines cusquenischen Künstlers vom Leben und
von den Wundern des Bischofs und Marthyrers San Blas, sowie
das Gemälde von der Auferstehung des Lazerus, ein Werk
des Meisters Diego Quispe Tito. |
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Außerdem gibt es drei Kapellen mit ihren Altären, eine
Sakristei, eine Kapelle des Allerheiligsten, einen Seitenaltar,
einen Hauptaltar, alles im barocken Stil, sowie einen hohen Chor.
Das bedeutenste Werk dieser Kirche ist jedoch die weltberühmte
barocke Kanzel von San Blas, eine meisterliche Schnitzarbeit in
cusquenischem Zedernholz, ausgeführt von einem einheimischen
Meister. Die Arbeit weist auf eine offenbar tiefe teologische Kenntnis
hin. Man kann vermuten, daß der Künstler sich an die
Anweisungen des ideologischen Autors, des Domherrn Juan Bravo Davila
y Cartagena hielt, ein Zeitgenosse eines der berühmtesten cusquenischen
Schriftsteller, dem Domherrn Juan de Espinoza y Medrano.
Man sagt, daß das Werk aus einem Baumstamm in einem Stück
gearbeitet wurde. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Serie
von Teilen, zusammengehalten mit den Stacheln des Giganton, eines
riesigen Kaktus, auch San Pedro genannt. Die Arbeit an dieser Kanzel
dauerte wahrscheinlich 5 bis 10 Jahre. Sie enthält mehr als
70 Figuren und besteht aus 3Teilen: Der Kanzeltasse, der Brüstung
und dem Schalldeckel.
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